KMU Forum Läufelfingen: Bildungspolitik im Zentrum
18.11.09 - 05:25 / Autor: Marcel W. Buess
Im Zentrum des diesjährigen KMU Forums stand die Wechselbeziehung von Bildung und Wirtschaft. Unternehmer und Nationalrat Christian Miesch beleuchtete die Thematik unter politisch-sportlichen Aspekten. Prof. Dr. Richard Bührer stellte die Fachhochschule Nordwestschweiz vor.

Nationalrat Christian Miesch (l.) und Prof.Dr. Richard Bührer von der FHNW |  |
Bereits zum dritten Mal organisierten die Gewerbevereine Bubendorf, Hölstein, Homburger-/Diegtertal, Oberdorf und Reigoldswil ihr Forum. Zu den fünf Initianten dieser wichtigen Oberbaselbieter KMU-Informationsplattform gesellten sich in diesem Jahr auch Gelterkinden und Sissach. Wie gewohnt hat die Wirtschaftskammer diesen Anlass tatkräftig unterstützt. Als Präsident des Gewerbevereins KMU Homburger-/Diegtertal und Umgebung konnte Peter Sutter in Läufelfingen einen ansehnlichen Zuhörerkreis begrüssen. Gemeindepräsident Dieter Forter stellte seine Gemeinde vor, die dank dem Unteren Hauenstein in früheren Zeiten das Tor zum Mittelland sicherstellte.
Am Ball bleiben Als Mitglied der nationalrätlichen Fussballmanschaft zog Christian Miesch in seinem Input-Referat verschiedene sportliche Vergleiche. Erfolgreiches wirtschaftliches Wirken gleiche einem Fussballspiel. Die KMU müssten am Ball bleiben und sich weiter entwickeln. Andernfalls drohe die Ersatzbank. Wohl nicht zufällig sei die Schweiz vom WEF als wettbewerbsstärkste Nation ausgezeichnet worden. Dabei hätten sich die markanten Investitionen in Forschung, Entwicklung und Bildung als matchentscheidend erwiesen. «Zu diesem Wettbewerbsvorteil müssen wir ordnungspolitisch Sorge tragen, sonst verlieren wir das Spiel», rief Miesch der versammelten KMU-Mannschaft zu.
Gewinn für die KMU-Wirtschaft Die schweizerischen Fachhochschulen haben die Aufgabe, das Unternehmertum zu fördern. Dank exzellent ausgebildeter und damit hoch qualifizierter Fachhochschul-Absolventen erzielen KMU Wertschöpfung. Deshalb stellen die Fachhochschulen einen Gewinn für die KMU-Wirtschaft dar. Diese zentralen Botschaften dürften vom interessanten Referat von Prof. Dr. Richard Bührer, Direktionspräsident der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), zweifellos haften bleiben. Dank der Vernetzung mit Universitäten und anderen Fachhochschulen profitiere die FHNW von einer einzigartigen Innovationskette, die von der Grundlagenforschung über die anwendungsorientierte Forschung schliesslich zu neuen Produkten, Verfahren und Dienstleistungen führe. Der Praxisbezug sei dabei ein wesentliches Element in der Tätigkeit der FHNW. In diesem Sinne sucht sie aktiv die Zusammenarbeit mit KMU-Betrieben, betonte Bührer. Aus solchen praxisbezogenen Kooperationen entsteht ein wertvoller und für beide Teile unverzichtbarer Wissens- und Technologietransfer, ist Bührer überzeugt.
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